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Deutsch

Vergleich und Metapher

Dichter nutzen Sprachbilder. Vergleich und Metapher setzen zwei Dinge in Beziehung und machen etwas anschaulich.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 6
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Vergleich und Metapher unterscheiden.
  • Ich kann beschreiben, was ein Sprachbild bei den Lesern bewirkt.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Vers, Strophe, Reim

Ein Sprachbild meint etwas anderes, als es wörtlich sagt. Beim Vergleich verbindet ein Wort wie „wie“ zwei Dinge: Der Schnee ist weiß wie Watte. Bei der Metapher fehlt dieses Wort. Man sagt direkt: Der Mond ist eine Lampe. Das Gemeinte (der Mond) wird durch ein Bild (eine Lampe) ersetzt. Beides macht etwas anschaulich und weckt Gefühle.

Nachtfenster: Der Mond ist eine Lampe, / die durch mein Fenster scheint. / Die Nacht ist eine Decke, / die alle Welt vereint.
Zwei Metaphern in einem Gedicht.

Ein Sprachbild untersuchen

  1. Lies den Vers: Der Mond ist eine Lampe.
  2. Prüfe: Steht „wie“ im Satz? Nein. Es ist eine Metapher.
  3. Frage: Was ist gemeint? Der Mond gibt Licht in der Nacht.
  4. Frage: Was passt am Bild? Eine Lampe leuchtet und macht es hell.
  5. Wirkung: Der Mond wirkt vertraut und freundlich.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Ein Sprachbild sagt etwas nicht wörtlich.

Mit „wie“: Vergleich.

Ohne „wie“: Metapher.

Ein Beispiel

Beispiel

Wenn jemand sagt: „Du bist ein Schatz“, ist das eine Metapher. Du bist kein echter Schatz. Gemeint ist: Du bist wertvoll.

Schritt für Schritt

Wir untersuchen: Die Nacht ist eine Decke.

  1. Kein „wie“. Es ist eine Metapher.
  2. Was ist gemeint? Die Nacht.
  3. Was passt an einer Decke? Sie deckt zu und schützt.
  4. Wirkung: Die Nacht wirkt geborgen.

Mit einem Bild erklärt

SprachbildMerkmal
Der Schnee ist weiß wie Watte.Vergleich: mit „wie“
Der Mond ist eine Lampe.Metapher: ohne „wie“

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies das Gedicht. Nachtfenster: Der Mond ist eine Lampe, / die durch mein Fenster scheint. / Die Nacht ist eine Decke, / die alle Welt vereint. Welches Sprachbild steht im ersten Vers: Der Mond ist eine Lampe?
Zeig mir den ersten Schritt

Suche das Wort „wie“ im Vers.

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Lösung: Metapher

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies das Gedicht. Nachtfenster: Der Mond ist eine Lampe, / die durch mein Fenster scheint. / Die Nacht ist eine Decke, / die alle Welt vereint. Was bewirkt das Bild „Die Nacht ist eine Decke“?
Zeig mir den ersten Schritt

Wofür braucht man eine Decke?

Lösung ansehen

Lösung: Die Nacht wirkt schützend und geborgen.

Tipp: Erst prüfen: Steht „wie“? Dann entscheiden: Vergleich oder Metapher. Dann fragen: Was ist gemeint?

Merksatz: Vergleich: mit „wie“. Metapher: ohne „wie“, direkt gleichgesetzt.

Typischer Fehler: Viele halten jeden Satz mit „ist“ für eine Metapher. Aber „Der Mond ist rund“ ist wörtlich gemeint. Bei einer Metapher passt das Bild nicht wörtlich: Der Mond ist keine echte Lampe.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welcher Satz enthält einen Vergleich?
Lösung ansehen

Lösung: Die Sterne glitzern wie kleine Lichter.

Frage 2 Welcher Satz enthält eine Metapher?
Lösung ansehen

Lösung: Die Wolke ist ein Schaf am Himmel.

Frage 3 Lies das Gedicht. Nachtfenster: Der Mond ist eine Lampe, / die durch mein Fenster scheint. / Die Nacht ist eine Decke, / die alle Welt vereint. Im Gedicht stehen zwei Metaphern.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 4 Eine Metapher erkennt man am Wort „wie“.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Vergleich und Metapher sind Sprachbilder. Der Vergleich nutzt „wie“. Die Metapher setzt zwei Dinge gleich. Beide machen Dinge anschaulich.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 47 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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