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Deutsch

Fabeln und ihre Lehre

In einer Fabel handeln Tiere wie Menschen. Am Ende steht eine Lehre, die auch für uns gilt.

  • ca. 9 Minuten
  • Klasse 5
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich weiß, was eine Fabel ist.
  • Ich kann die Lehre einer Fabel in einem Satz formulieren.

Eine Fabel ist eine kurze Geschichte, in der Tiere sprechen und handeln wie Menschen. Jedes Tier steht oft für eine Eigenschaft. Der Fuchs ist zum Beispiel schlau, der Esel stur. In einer Fabel gibt es meist einen kleinen Streit oder ein Problem. Am Ende steht die Lehre. Sie sagt, was wir aus der Geschichte lernen können. Manchmal wird sie ausgesprochen, manchmal musst du sie selbst finden. Berühmt sind die Fabeln, die dem Griechen Äsop zugeschrieben werden. Er soll vor etwa 2500 Jahren gelebt haben.

(1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon.
Eine Fabel nach einem alten Motiv von Äsop, mit eigenen Worten erzählt.

Die Lehre einer Fabel finden

  1. Lies die Fabel ganz.
  2. Frage: Was will der Fuchs? Er will die Trauben (Satz 2 bis 4).
  3. Frage: Was geschieht? Er erreicht sie nicht (Satz 4 und 5).
  4. Frage: Wie reagiert er? Er macht die Trauben schlecht (Satz 7).
  5. Lehre: Manche machen schlecht, was sie nicht erreichen können. Schreibe sie als allgemeinen Satz.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Tiere sprechen und handeln wie Menschen.

Es gibt ein Problem.

Am Ende steht eine Lehre.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Kind verliert beim Spiel und sagt: „Das Spiel war sowieso langweilig.“ Das erinnert an den Fuchs. Er macht schlecht, was er nicht bekommen hat.

Schritt für Schritt

Wir finden die Lehre Schritt für Schritt.

  1. Was will der Fuchs? Die Trauben.
  2. Was hindert ihn? Sie hängen zu hoch.
  3. Was sagt er am Ende? Die Trauben sind sauer. Was lernen wir daraus?

Mit einem Bild erklärt

Handlung: Der Fuchs erreicht die Trauben nicht. Lehre: Manche machen schlecht, was sie nicht erreichen können.
Handlung und Lehre sind nicht dasselbe.
Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies die Fabel. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. Was ist das Problem des Fuchses?
Zeig mir den ersten Schritt

Lies die Sätze 3 bis 5.

Lösung ansehen

Lösung: Er kommt nicht an die Trauben.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies die Fabel. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. Was zeigt Satz 7 über den Fuchs?
Zeig mir den ersten Schritt

Lies noch einmal, was er sagt und was er davor getan hat.

Lösung ansehen

Lösung: Er gibt nicht zu, dass er es nicht geschafft hat.

Tipp: Schreibe die Lehre so, dass sie ohne die Tiere gilt. Dann passt sie auch auf Menschen.

Merksatz: Fabel: Tiere handeln wie Menschen · ein Problem · eine Lehre für alle.

Typischer Fehler: Viele schreiben nur auf, was passiert: „Der Fuchs kommt nicht an die Trauben.“ Das ist die Handlung. Die Lehre ist allgemeiner und gilt auch für Menschen. Sie hat oft die Form „Wer …, der …“ oder „Man soll …“.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Lies die Fabel. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. Welche Lehre passt?
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Lösung: Manche machen schlecht, was sie nicht erreichen können.

Frage 2 Woran erkennst du eine Fabel?
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Lösung: Tiere sprechen und handeln wie Menschen, und am Ende steht eine Lehre.

Frage 3 Lies die Fabel. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. Welche Aussage ist die Lehre und nicht die Handlung?
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Lösung: Wer etwas nicht erreicht, macht es nicht besser, indem er es schlechtredet.

Frage 4 Die Lehre einer Fabel gilt nur für Tiere.
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Lösung: Stimmt nicht

Frage 5 In einer Fabel steht die Lehre manchmal nicht ausdrücklich da.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

In einer Fabel handeln Tiere wie Menschen. Aus dem Problem und dem Ende ergibt sich eine Lehre, die für alle gilt.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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