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Biologie

Blutzucker im Gleichgewicht: Insulin und Glucagon

Insulin senkt, Glucagon erhöht den Blutzucker. Die beiden Hormone wirken als Gegenspieler und halten den Wert im Gleichgewicht.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann die Wirkung von Insulin und Glucagon erklären.
  • Ich kann negatives Feedback an diesem Beispiel erläutern.
  • Ich kann den Regelkreis als Schema darstellen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Glucose: Energie für die Zellen

Der Blutzucker darf nur wenig schwanken. Dafür sorgt ein Regelkreis. Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzucker. Die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ins Blut ab. Insulin sorgt dafür, dass Zellen Glucose aufnehmen. Leber und Muskeln speichern Glucose als Glykogen. Der Blutzucker sinkt. Sinkt er zu stark, zum Beispiel bei langem Hungern oder viel Bewegung, gibt die Bauchspeicheldrüse Glucagon ab. Glucagon veranlasst die Leber, Glykogen abzubauen und Glucose ins Blut abzugeben. Der Blutzucker steigt wieder. Insulin und Glucagon wirken entgegengesetzt. Sie sind Gegenspieler oder Antagonisten. Das Prinzip heißt negatives Feedback: Die Veränderung löst eine Reaktion aus, die sie wieder ausgleicht. So bleibt der Wert in einem engen Bereich.

SituationHormonWirkungFolge für den Blutzucker
Blutzucker steigt (nach Essen)InsulinZellen nehmen Glucose auf, Speicherung als Glykogensinkt
Blutzucker sinkt (Hunger, Bewegung)GlucagonLeber gibt Glucose absteigt

Den Regelkreis beschreiben

  1. Der Blutzucker steigt nach einer Mahlzeit.
  2. Die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ab.
  3. Zellen nehmen Glucose auf, die Leber speichert sie. Der Blutzucker sinkt.
  4. Ist der Wert wieder normal, gibt die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin ab.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Nach dem Essen steigt der Blutzucker.

Insulin senkt ihn wieder.

Bei Mangel erhöht Glucagon ihn.

Ein Beispiel

Beispiel

Wie eine Heizung mit Thermostat: Ist es zu warm, schaltet sie ab. Ist es zu kalt, heizt sie.

Schritt für Schritt

Eine Situation beurteilen

  1. Frage: Ist der Blutzucker zu hoch oder zu niedrig?
  2. Zu hoch: Die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ab.
  3. Zu niedrig: Die Bauchspeicheldrüse gibt Glucagon ab.
  4. Prüfe die Wirkung auf den Blutzucker.

Mit einem Bild erklärt

BlutzuckerHormon
zu hochInsulin
zu niedrigGlucagon

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was bewirkt Insulin?
Zeig mir den ersten Schritt

Nach dem Essen gibt die Bauchspeicheldrüse Insulin ab. Was geschieht mit der Glucose im Blut?

Lösung ansehen

Lösung: Es senkt den Blutzucker.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was passiert, wenn der Blutzucker zu niedrig ist?
Zeig mir den ersten Schritt

Welches Hormon erhöht den Blutzucker?

Lösung ansehen

Lösung: Glucagon wird abgegeben, die Leber setzt Glucose frei.

Tipp: Zeichne zwei Pfeile: einen für Insulin nach unten, einen für Glucagon nach oben. So behältst du die Wirkung.

Merksatz: Insulin senkt den Blutzucker, Glucagon erhöht ihn. Negatives Feedback hält den Wert in einem engen Bereich.

Typischer Fehler: Viele verwechseln Insulin und Glucagon. Insulin senkt, Glucagon erhöht den Blutzucker.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie nennt man Hormone mit entgegengesetzter Wirkung?
Lösung ansehen

Lösung: Gegenspieler (Antagonisten)

Frage 2 Beim negativen Feedback verstärkt eine Veränderung sich selbst immer weiter.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Wo bildet der Körper Insulin und Glucagon?
Lösung ansehen

Lösung: In der Bauchspeicheldrüse

Frage 4 Glucagon veranlasst die Leber, Glucose ins Blut abzugeben.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Insulin und Glucagon sind Gegenspieler. Durch negatives Feedback bleibt der Blutzucker im Gleichgewicht.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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