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Deutsch

Einen Paralleltext schreiben

Du schreibst eine neue Geschichte nach dem Muster einer Fabel. Aufbau und Lehre bleiben, Figuren und Ort ändern sich.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 5
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich weiß, was ein Paralleltext ist.
  • Ich kann einen Paralleltext zu einer Fabel schreiben und erklären, was gleich und was anders ist.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Fabeln und ihre Lehre

Ein Paralleltext hat denselben Aufbau und dieselbe Lehre wie ein Ausgangstext. Figuren, Ort und Gegenstände ändern sich. So lernst du, wie die Geschichte gebaut ist. Prüfe beim Ausgangstext: Wer will was? Was hindert die Figur? Wie reagiert sie? Was ist die Lehre? Dann ersetzt du die Teile, die sich ändern dürfen. Am Schluss erklärst du, was du gleich gelassen und was du verändert hast.

Ausgangstext: (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. Paralleltext: (1) Eine Katze hatte seit Stunden nichts gefressen. (2) Da sah sie auf einem hohen Regal eine Schale Sahne stehen. (3) Sie sprang, aber sie erreichte das Regal nicht. (4) Sie sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (5) Müde setzte sie sich hin. (6) „Die Sahne ist bestimmt sauer“, sagte sie und ging davon.
Dieselbe Lehre, andere Figuren.

Einen Paralleltext planen

  1. Lies die Fabel vom Fuchs.
  2. Aufbau: Die Figur will etwas, erreicht es nicht und macht es schlecht (Satz 2 bis 7).
  3. Lehre: Manche machen schlecht, was sie nicht erreichen können.
  4. Ändern: Fuchs wird Katze, Trauben werden Sahne, Weinstock wird Regal.
  5. Gleich lassen: Aufbau und Lehre. Erkläre es mit dem Satz: Ich habe … beibehalten und … geändert.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Gleich: Aufbau und Lehre.

Anders: Figuren und Dinge.

Erklären: Was ist gleich, was anders?

Ein Beispiel

Beispiel

Du kennst ein Spiel mit festen Regeln und spielst es mit anderen Figuren. Das Spiel bleibt gleich, nur die Figuren ändern sich. So ist es beim Paralleltext.

Schritt für Schritt

Wir planen zuerst die Teile.

  1. Wer will etwas? Der Fuchs. Neu: die Katze.
  2. Was will er? Trauben. Neu: Sahne.
  3. Wo hängt es? Am Weinstock. Neu: auf dem Regal. Die Lehre bleibt.

Mit einem Bild erklärt

AusgangstextParalleltext
FuchsKatze
Trauben am WeinstockSahne auf dem Regal
„Die Trauben sind sauer.“„Die Sahne ist sauer.“
Lehre: schlechtreden, was man nicht erreichtLehre: gleich

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies Ausgangstext und Paralleltext. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. (1) Eine Katze hatte seit Stunden nichts gefressen. (2) Da sah sie auf einem hohen Regal eine Schale Sahne stehen. (3) Sie sprang, aber sie erreichte das Regal nicht. (4) Sie sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (5) Müde setzte sie sich hin. (6) „Die Sahne ist bestimmt sauer“, sagte sie und ging davon. Was bleibt gleich?
Zeig mir den ersten Schritt

Frage: Was wollen beide Fabeln zeigen?

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Lösung: Die Lehre

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies Ausgangstext und Paralleltext. (1) Ein Fuchs hatte seit Tagen nichts gefressen. (2) Da sah er an einem Weinstock reife, saftige Trauben hängen. (3) Sie hingen hoch über seinem Kopf. (4) Der Fuchs sprang, aber er erreichte sie nicht. (5) Er sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (6) Müde setzte er sich hin. (7) „Die Trauben sind bestimmt sauer“, sagte er und ging davon. (1) Eine Katze hatte seit Stunden nichts gefressen. (2) Da sah sie auf einem hohen Regal eine Schale Sahne stehen. (3) Sie sprang, aber sie erreichte das Regal nicht. (4) Sie sprang noch einmal und noch einmal, doch es half nichts. (5) Müde setzte sie sich hin. (6) „Die Sahne ist bestimmt sauer“, sagte sie und ging davon. Was wurde verändert?
Zeig mir den ersten Schritt

Vergleiche Satz 2 in beiden Texten.

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Lösung: Figur und Gegenstand

Tipp: Lege eine kleine Tabelle an: Das bleibt gleich. Das ändere ich.

Merksatz: Paralleltext: Aufbau und Lehre bleiben · Figuren, Ort und Gegenstände ändern sich · am Ende erklären.

Typischer Fehler: Viele ändern die Lehre mit. Dann ist es keine Parallele mehr, sondern eine neue Geschichte. Ein anderer Fehler: Man ändert so wenig, dass es fast abgeschrieben ist.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welcher Paralleltext zu „Fuchs und Trauben“ passt?
Lösung ansehen

Lösung: Ein Hund kommt nicht an den Knochen auf dem Schrank und sagt: „Er ist bestimmt hart.“

Frage 2 Was darfst du im Paralleltext ändern?
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Lösung: die Figur, zum Beispiel den Fuchs

Frage 3 Wie erklärst du deinen Paralleltext am besten?
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Lösung: Ich habe Aufbau und Lehre beibehalten, aber Figur und Gegenstand geändert.

Frage 4 Ein Paralleltext hat dieselbe Lehre wie der Ausgangstext.
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Lösung: Stimmt

Frage 5 Bei einem Paralleltext schreibt man den Ausgangstext einfach ab.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Beim Paralleltext behältst du Aufbau und Lehre bei, wählst neue Figuren und Gegenstände und erklärst deine Entscheidungen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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